Der Fotografie ihre Freiheit

Als Fotograf unterliegt man Gesetzen, in deren Spielraum man sich bewegen darf. Wird jedoch dieser Spielraum willkürlich beschnitten, kann man das nicht einfach hinnehmen. Auch wenn man hier als mächtigen Gegner die USA/NSA und amerikanische Botschaft hat.

Nachdem heuer die Zeitschrift Format die ersten Artikel über einen angeblichen Horchposten der NSA in einer Wiener Villa veröffentlicht hat, wollte ein Fotograf dieses Gebäude fotografieren. Eine Anhaltung durch die Polizei und eine (widerrechtliche) erkennungsdienstliche Behandlung folgten unmittelbar  – lest hier selbst nach.

Diese Vorgehensweise hat Wellen geschlagen und viele mutige Verfechter der gesetzlich verankertern Freiheiten in der Bildberichterstattung auf den Plan gerufen. Der Fotospaziergang der „Freunde der Architekturfotografie“ war die Antwort auf das willkürliche Verhalten der USA. MiZe war natürlich live dabei, um die Rechte der Fotografie zu verteidigen. Im Zuge dieses Fotospazierganges wurde von der Zeitschrift Format ein Fotowettbewerb ausgerufen, an dem gleich teilgenommen wurde und bei dem schlußendlich der zweite Platz erzielt werden konnte.

Fotowettbewerb NSA Villa

Zum rechtlichen Hintergrund

Nach Ö-Recht gilt die sogenannte Panoramafreiheit. D.h. man darf alles fotografieren, sofern man sich auf öffentlichem Grund befindet (weitere Ausführungen dazu siehe hier). Und genau diese Panoramafreiheit wurde im Falle der sog. NSA Villa in Wien Pötzleinsdorf beschnitten. Jeder, der diese Villa fotografierte, wurde auf Anordnung der US-Mitarbeiter erkennungsdienstlich durch die österreichische Polizei behandelt. Eine Weisung des Innenministeriums dazu gab es jedoch nicht, auch wäre laut § 35 SPG (1) keine Rechtsgrundlage für diese erkennungsdienstliche Behandlung gegeben.

[MiZe]

 

 

 


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